Chess Records

Chess Records war eine US-amerikanische Schallplattenfirma in Chicago, Illinois.

 

Die Brüder Leonard Chess und Phil Chess kauften sich 1947 bei Aristocrat Records ein und wurden 1950 die alleinigen Eigentümer. Sie benannten die Firma in Chess Records um. 1952 gründeten sie Checker Records, wo sie hauptsächlich Gospel- und Blues-Musik veröffentlichten. 1955 kam mit Argo Records ein Jazz-Label dazu (das 1965 in Cadet Records umbenannt wurde, da eine Firma ähnlichen Namens in Großbritannien existierte). Chess Records gilt als eines der bedeutendsten Labels für Bluesaufnahmen. Viele große Namen des Blues wie Muddy Waters, Willie Dixon und Howlin' Wolf sind untrennbar mit Chess verbunden. Auch Chuck Berry veröffentlichte seine ersten Aufnahmen auf Chess.

 

1969 verkauften die Chess-Brüder ihre Firma für 6,5 Millionen Dollar an General Recorded Tape. Leonard Chess starb im gleichen Jahr. Im August 1975 wurden die noch bestehenden Überreste von Chess an General Recorded Tape verkauft. MCA Records erwarb die Chess Master Tapes. Mittlerweile liegen die Rechte an den Aufnahmen, bei Universal, welche die Aufnahmen über das Geffen-Label publizieren.

 

Chess Records war vor allem bekannt für seine Blues-, Rock-'n'-Roll- und R&B-Aufnahmen. Zu den Künstlern, die für Chess Records arbeiteten, gehörten u. a. Willie Dixon, Muddy Waters, Howlin' Wolf, Sonny Boy Williamson II., Gene Ammons, Jimmy Rogers, Chuck Berry, Bo Diddley, Little Walter, The Moonglows, Etta James, Minnie Riperton, Bobby Charles und viele mehr.

 

Angeblich verdanken die Rolling Stones ihr Entstehen einer Schallplatte von Chess Records. Keith Richards soll Mick Jagger am Bahnhof in Dartford getroffen haben. Er sah, dass Jagger die Chess-LP The Best of Muddy Waters bei sich hatte und wollte wissen, wo er sie gekauft hatte. Als gesichert gilt, dass der Name der Rolling Stones von einem auf Chess veröffentlichten Stück von Muddy Waters abgeleitet ist.

 

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