Capitol Records

Capitol Records ist eines der größten und ältesten Plattenlabels der Welt mit Sitz in Los Angeles. Es wurde 1942 gegründet und ist heute Bestandteil der Capitol Music Group, nachdem es im Februar 2007 mit dem britischen Label Virgin Records fusionierte.


Genres

 

Pop, Rock, Alternative Rock, Jazz, HipHop, Country


Info

 

Bis 1942 gab es nur drei wichtige Plattenfirmen in den USA, die allesamt in New York gelegen waren, nämlich Decca, RCA und Columbia. In jenem Jahr allerdings gründete der Musiker und Songschreiber Johnny Mercer das Label Capitol Records an der Westküste, genauer gesagt in Hollywood. Bis 1946 hatte sich das Label in der Oberliga der Plattenfirmen etabliert und mit Stars wie Bing Crosby, Nat King Cole oder Les Paul bereits über 42 Millionen Platten verkauft.

 

Im Laufe der 50er kamen weitere Welterfolge aus dem Bereich von Jazz und Musical in Gestalt von Frank Sinatra, Judy Garland, Dean Martin und Shirley Bassey hinzu, und ab 1955 hielt auch der Rock'n'Roll - in Gestalt u.a. von Gene Vincent, Fats Domino und Bobby Darin - Einzug in die Studios von Capitol. Im selben Jahr wurde das Label zu 96% von der britischen EMI aufgekauft und die Studiotechnik modernisiert.

 

In den 1960er und 70er Jahren spielte sich ein Großteil der popmusikalischen Revolution dieser Dekaden auch bei Capitol ab, als Künstler wie The Beatles, The Beach Boys, Jimi Hendrix oder Pink Floyd in den 60ern und Blondie, Buzzcocks, David Bowie oder The Stranglers in den 70ern entweder direkt oder per Lizenzvertrag auf dem Label veröffentlicht wurden. Auch die Genres Reggae und Ska erhielten bei Capitol erste breitenwirksame Präsenz, als Peter Tosh, Burning Spear, The Specials und andere jamaicanische Künstler verpflichtet wurden.

 

Auch in den 80ern erweiterte sich das Spektrum von Capitol kontinuierlich. Sowohl Pop/Rock-Mainstream-Megaseller wie Tina Turner, Queen, Duran Duran, Pet Shop Boys und Roxette fanden sich im Roster wieder wie auch Alternative-Vorreiter der Marke Red Hot Chili Peppers, Beastie Boys, Jane's Addiction und Butthole Surfers oder Metal-Bands à la Queensryche, Iron Maiden und Megadeth plus HipHop/Gangsta Rap von N.W.A., Ice Cube und - hehe - MC Hammer. Die Trends der vergangenen Dekade - vor allem im HipHop, Grunge/Indierock und der elektronischen Musik - vermochte Capitol allerdings nicht mehr mit der gleichen Treffsicherheit einzufangen und kommerziell umzusetzen wie zuvor. Mit Coldplay, Radiohead, Blind Melon, Everclear oder auch Robbie Williams gelangen zwar noch ein paar gute Griffe, die aber nicht mit den Verkaufserfolgen voriger Zeiten mithalten konnten.

 

2001 änderte sich dies zumindest im Rap-Sektor, als Capitol Records das HipHop-orientierte Label Priority Records übernahm und dessen Roster mit Megasellern wie Master P, Snoop Dogg und Jay-Z übernahm. Im Indie-Bereich featuret Capitol heute Bands und Künstler wie Melissa Auf Der Maur, Dave Navarro, Interpol, Sparklehorse, The Decemberists, Shout Out Louds, Fischerspooner, The Vines und Yellowcard.

 

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