Atlantic Records

Atlantic Records ist eine US-Schallplattenfirma und seit 1967 Teil der Warner Music Group, die im Jahr 1947 von dem jüngeren Sohn des damaligen Botschafters der Türkei, Ahmet Ertegün, und von Herb Abramson als Drei-Mann-Unternehmen gegründet wurde: Ahmet und Herb waren für Tonaufnahmen, A & R und Promotion zuständig; Herbs Frau Miriam kümmerte sich um die rein geschäftlichen Angelegenheiten. Die musikbegeisterten Ertegün-Brüder hatten schon zuvor in der türkischen Botschaft Jam Sessions veranstaltet.

 

Atlantic Records sollte vor allem die Vormachtstellung der "Großen Drei" (RCA, Columbia und Decca) angreifen und wurde schon in den ersten Jahren das wichtigste Rhythm and Blues-Label in den USA.

 

Atlantics erste Stars waren Ruth Brown, Big Joe Turner, The Clovers und die ursprünglichen Drifters. Nach ersten Versuchen mit einem New Orleans Sound entstand der typische Atlantic Sound, bei dem der Gesang durch saxophon-gelenkte Boogie-Arrangements umrahmt wurde. 1955 bot Atlantic Records Colonel Tom Parker 25.000 US-$ für einen Vertrag mit Elvis Presley, aber RCA war erfolgreich.

 

1956 stieß Ahmets älterer Bruder Nesuhi Ertegün zu Atlantic Records und produzierte Jazz-Größen wie John Coltrane, Charles Mingus, Ornette Coleman und das Modern Jazz Quartet.


Später betreute er auch den Rhythm and Blues- und Rock'n'Roll-Bereich mit Künstlern wie Ray Charles, The Coasters, The Drifters, Bobby Darin und Roberta Flack.

 

In den 60er und 70er Jahren gehörten u. a. Aretha Franklin, Goldie And The Gingerbreads, Wilson Pickett, Otis Redding, Sam & Dave, Dr. John, Led Zeppelin, Yes, Billy Cobham, die Dire Straits und AC/DC zu Atlantic. Einer der legendären Produzenten Atlantics Arif Mardin war ebenfalls türkischer Staatsbürger..

Sublabels von Atlantic sind unter anderem Ruthless Records, Dakar Records und Atco Records.

 

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