Sestetto Basso-Valdambrini

Gianni Basso

 

Giovanni „Gianni“ Basso (* 24. Mai 1931 in Asti; † 17. August 2009 daselbst) war ein italienischer Saxophonist und Klarinettist des Modern Jazz. Der Jazzkritiker Arrigo Polillo bezeichnete ihn als den besten Tenorsaxophonisten Italiens.

 

Leben und Wirken

 

Bassi, der am Konservatorium seiner Geburtsstadt ausgebildet wurde, begann seine Musikerkarriere in den US-amerikanischen Clubs in Belgien und Deutschland. Ab 1949 spielte er in Mailand Tanzmusik und Jazz. Er begann als Klarinettist und wechselte ans Saxophon, als er in Belgien in der Band von Raoul Falsan spielte. Geprägt von Stan Getz entwickelte er einen eigenen, unverwechselbaren Stil. In den 50er Jahren war er auch der Topstar des 2. Festival Nazionale del Jazz in Mailand und bildete mit dem Trompeter Oscar Valdambrini ein viel beachtetes Quintett, das auch mit amerikanischen Gastsolisten wie Billie Holiday, Lionel Hampton, Gerry Mulligan, Lee Konitz und Joe Venuti auftrat. Mit seiner eigenen Combo spielte er 1965 in Deutschland, wo er auch bei Dusko Goykovich arbeitete. 1973 spielte er in Rom mit Franco D’Andrea, Bruno Tommaso und Bruno Biriaco ein Album in der Serie „Jazz a confronto“ ein. Auch arbeitete er mit den Bigbands von Francy Boland/Kenny Clarke, Thad Jones, Lalo Schifrin, Maynard Ferguson und seiner eigenen AT Big Band.

Er begleitete Frank Sinatra und Natalie Cole.

 

Basso ist auf Schallplattenaufnahmen mit Slide Hampton, Chet Baker, Frank Rosolino, Helen Merrill, Dusko Goykovich, Buddy Collette und Peter Schmidlin zu hören. Er unterrichtete an den Musikhochschulen von Turin (1978 bis 1980), von Mailand (1990 bis 1992) und seitdem von Asti.

 

Oscar Valdambrini

 

Oscar Valdambrini (* 11. Mai 1924 in Turin; † 26. Dezember 1997 in Rom) war ein italienischer Trompeter (auch Flügelhorn) des Modern Jazz. Mit seinem Trompetenstil, der Bebop-Phrasierung und Cool Jazz-Ästhetik verband, und seinem mit Gianni Basso geleiteten Quintett zählte er zu den Stars des italienischen Jazz.

 

Leben und Wirken

 

Valdambrini, dessen Vater Geiger war, studierte bis 1941 Violine und Trompete am Konservatorium seiner Heimatstadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er mit Schweizer Musikern, danach in Turin und Mailand mit Gastsolisten wie Rex Stewart (1948). 1952 gründete er in Mailand gemeinsam mit Gianni Basso ein erstes Quintett, kurz danach ein eigenes Sestetto Italiano. Ab 1955 leitete er ein weiteres Quintett mit Basso, das bereits in den 1950er Jahren als führende italienische Combo galt und 1962 auch in den Vereinigten Staaten auf Tournee war. Das Quintett, das gelegentlich zum Sextett erweitert wurde, gewann viele nationale Polls und arbeitete auch mit Gastsolisten wie Gerry Mulligan, Chet Baker, Lars Gullin, Stan Getz, Miles Davis sowie Conte Candoli. Es nahm insgesamt dreizehn Alben auf.

 

Daneben spielte er 1957/58 in Rom in der Armando Trovajoli Big Band und nahm an Europatourneen von Gil Cuppini (1964 bis 1971), Lionel Hampton, Duke Ellington (1967/68), Giorgio Gaslini (1968/69) und Maynard Ferguson (1970/71) teil. Ab 1972 war er Mitglied des RAI–Orchesters. Zwischen 1972 und 1974 kam es zur Neuauflage der Combo mit Basso; dann arbeitete er mit Dusko Goykovich und Kai Winding.

 

Valdambrini gastierte bei zahlreichen europäischen Festivals und konzertierte 1993 mit den Italian All Stars in New York. Er war auch an Aufnahmen von Chet Baker (1959) sowie Buddy Collette (In Italy) und Ennio Morricone beteiligt.

 

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