Donald Byrd

Donaldson Toussaint L'Ouverture Byrd II (* 9. Dezember 1932 in Detroit/Michigan) ist ein US-amerikanischer Jazztrompeter.

 

Donald Byrd ist der Sohn eines Methodistenpfarrers und Musikers. 1951/2 spielte er in der Air Force Band und studierte bis 1954 an der Wayne State University, danach an der Manhattan School of Music Musikpädagogik, und promovierte danach an der University of Colorado School of Education. Mit den Chicagoer Musikern Yusef Lateef und Bernard McKinney nahm er im August 1955 sein Debütalbum für Delmark auf (First Flight).


Er trat mit George Wallington, Max Roach (1956), Art Blakey (1955, als Mitglied der Jazz Messengers), Sonny Rollins, Jackie McLean, Red Garland (1957), John Coltrane, Gigi Gryce (mit dem er 1957 gemeinsam eine Formation leitete) und Thelonious Monk auf und leitete von 1958 bis 1961 eine Jazzband mit dem ebenfalls aus Detroit stammenden Pepper Adams.


Mit dem Album Off to the Races begann 1958 seine Zusammenarbeit mit Blue Note; seine dort eingespielten Alben der 1960er Jahre umfassen z. B. Cat Walk (1961) und A New Perspective (1963) mit dem populären, von Chor begleitetem Christo Redentor, das seine Nähe zur Gospelmusik zeigt. Anfang der 1960er Jahre hatte er ein eigenes Quintett, u. a mit McCoy Tyner, Herbie Hancock, Butch Warren, Billy Higgins, Hank Mobley, Sonny Red, Walter Booker und Freddie Waits. Daneben unterrichtete er Anfang der 1960er Jahre an der Music and Art High School in New York. 1962-1963 studierte er in Paris bei Nadia Boulanger Komposition. 1965/6 arrangierte er für das norwegische Radioorchester und wandte sich um diese Zeit auch wieder verstärkt der Lehre zu an der Music and Art High School in New York. Außerdem gab er Privatunterricht und Clinic-Workshops für die National Stage Band Camps.

 

Später unterrichtete er u.a. an der und unterrichtete danach an der Howard University (wo er Chef des Black Music Departments war), an der Hampton University, der Rutgers University, der North Texas State, der North Carolina Central University und der Delaware State University und machte auch einen Abschluss in Jura. 1968 studierte er bei einem Afrika-Aufenthalt afrikanische Musik.


In den 1970er Jahren gründete er mit Studenten der Howard University die Band The Blackbyrds, mit der er u.a. den erfolgreichen Song Walking In Rhythm aufnahm. Nachdem er in den 1980er Jahren funkorientierte Musik gespielt hatte, kehrte er in den 1990er Jahren zum Jazz zurück und trat mit Musikern wie Joe Henderson, Bobby Hutcherson, Kenny Garrett und Mulgrew Miller auf. Seit den 1950er Jahren spielte er mehr als fünfzig Alben ein.

 

2000 erhielt Byrd das Jazz Masters Fellowship der staatlichen NEA-Stiftung.

 

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