Dave Pike

David Samuel "Dave" Pike (* 23. März 1938 in Detroit) ist ein US-amerikanischer Vibraphonist. Er spielt überwiegend Jazz; einige seiner Alben sind dem Bereich Lounge-Musik zuzuordnen.


Leben und Wirken

 

Pike lernte ab dem Kindesalter Schlagzeug und ist auf dem Vibraphon Autodidakt. 1954 zog seine Familie nach Los Angeles um, wo er mit Curtis Counce, Harold Land, Elmo Hope, Dexter Gordon, Carl Perkins und Paul Bley spielte. 1960 zog er nach New York und verstärkte sein Vibraphon elektrisch. Zwischen 1961 und 1964 tourte er mit Herbie Mann und spielte anschließend mit Attila Zoller.

 

Seit 1968 hielt er sich in Deutschland auf. Zusammen mit Volker Kriegel (Gitarre, Sitar), Hans Rettenbacher (Bass, Cello) und Peter Baumeister (Schlagzeug, Percussion) spielte er von 1968 bis 1972 als "Dave Pike Set". Das letzte Album der Gruppe, Salamao, wurde unter dem Namen "The New Dave Pike Set" mit Eberhard Weber und Marc Hellman anstelle von Rettenbacher und Baumeister zusammen mit der Percussion-Gruppe Grupo Baiafro De Bahia in Rio de Janeiro aufgenommen. Das Konzept des "Dave Pike Set" war recht erfolgreich, da die Grenzen zum Jazzrock und zur "psychedelischen" Popmusik überschritten wurden. Daneben entstanden auch Aufnahmen Pikes mit der renommierten Kenny Clarke/Francy Boland Big Band.

 

1973 kehrte er wieder nach Los Angeles zurück, wo er mit Musikern wie Ron Eschete spielte. Auf dem JazzFest Berlin 2005 trat Pike gemeinsam mit dem Pianisten Christoph Spendel, dem Gitarristen Michael Sagmeister, dem Bassisten André Nendza und dem Schlagzeuger Kurt Billker als New Dave Pike Set auf.


Trivia

 

Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Pike 1998 bekannt durch "Mathar" (von Volker Kriegel), ein Dance-Sitar-Stück, das in dem Film "23 - nichts ist so wie es scheint" gespielt wurde. Pike ist in dieser Aufnahme des Dave Pike Set (zumindest auf dem Vibraphon) nicht zu hören.

 

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